Bei strahlend blauem Himmel und Temperaturen von knapp 30°C wollten Andrè und ich unser Glück versuchen. Unser Gewässer, ein kleiner Baggersee, lag spiegelgatt vor uns. Die Teichrosen schmückten die Uferpartien in kräftigem rosa und bereits beim ersten Begehen konnten wir einige Fische nahe regungslos an der Wasseroberfläche stehen sehen.
Andrè legte seine Montagen gestaffelt an einer abfallenden Kante vor einem der größeren Teichrosenfelder ab. Ich entschied mich für ein kleines Plateau in ca. 70 Metern Entfernung. Eine Montage legte ich mittig auf der abfallenden Kante des Plateaus und eine am Übergang auf 4 Meter ab.
Da bei uns am See
Marine-X sehr gut angenommen wird und uns daher schon sehr viele Fische gebracht hat, setzten wir auch diese mal wie auf diesen Boilie. Angeboten wurde ein
22mm Sinker jeweils gepaart mit einem
Natural-X oder
Pineapple PopUp in
14mm.
Breits um 22:30 Uhr konnte Andrè einen gut genährten Schuppi mit 14,7kg überlisten.
Die Nacht verlief sonst überraschend ruhig, zumindest fischmäßig, den die Vuvuzilla-Frösche protzten mit vollem Organ. Bei Andrè klingelte in den frühen Morgenstunden noch ein kleiner Spiegler an.
Meine Bissanzeiger schwiegen. Kurz vor 8 Uhr wurde ich dann von meinem Sohn Philipp geweckt, der mir schon am Vortag mit Baden und Bootfahren im Ohr lag. Etwas schlaftrunken konnte ich noch ein paar Minuten Schlaf raushandeln. Hellwach war ich jedoch als urplötzlich mein rechter Micron den Vollrun übermittelte.Bei herrlicher Morgensonne stand ich mit Philipp im von Morgentau noch feuchten Gras.
Nach ein paar Minuten gab der kräftige Schuppenkarpfen auf, so dass ich ihn problemlos über den Kescher ziehen konnte. Auf der Matte angekommen dachte ich zu erst, dass ich Andrè`s Schuppi vom Vorabend gefangen hatte. Nach genauer Betrachtung konnte ich dies allerdings ausschließen.
Die Waage blieb bei 15,8 kg stehen,was ein weiterer Beweis war - der Tag hätte nicht besser starten können.
Das restliche Wochenende stand dann ganz im Zeichen der Erholung, denn bis auf einen kleinen Spiegler bei Andrè am Teichrosenfeld konnten wir leider keinen weiteren Karpfen mehr fangen.
Viele Grüße
Otto Hörold & André Hungbaur